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PCB

Im Rahmen der Vorbereitungen zur Generalsanierung der Physikalischen Institute hat es 2014 eine Begehung durch Schadstoffgutachter gegeben. Dabei wurden Asbest und PCB-haltige Altlasten entdeckt. Die Asbestaltlasten wurden fachmännisch entsorgt, soweit möglich.

Ein PCB Gutachten zu Raumluftmessungen und Proben ergab teilweise erhöhte Messwerte in Treppenhäusern und Foyerbereichen.
Die Belastung betraf im wesentlichen die Fugen der einzelnen Treppenstufen, die Fugen zwischen den Betonplatten außen um die Hörsäle herum und Dehnungsfugen zwischen einzelnen Gebäudeteilen. In Folge wurde eine Firma beauftragt, die Fugenmassen unter Unterdruckbedingungen zu entfernen.

Gutachten PCB Raumluftmessungen vom 26.11.2014

Gutachten Ergänzende Untersuchung auf PCB vom 21.10.2014

Messpunkte

Diese Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen und es wurde eine weitere Raumluftmessung durchgeführt.
Das Ergebnis ist leider wenig zufriedenstellend und die Verwaltung hat als akute Gegenmassnahme bis zur Generalsanierung Zwangslüftungen eingerichtet. Auch wenn solche Lüftungen als Akutmassnahme gegen PCB generell wirksam sind, zeigt eine aktuelle Raumluftmessung, dass die PCB Belastung des Gebäudes nach wie vor über der Unbedenklichkeitsgrenze liegt.

Eine erweiterte Raumliste wird in Kürze Grundlage erneuter Raumluftmessungen sein. Hier werden auch den Treppenhäusern anliegende Büroräume untersucht. Weiter werden Proben von Putz, Farben, Lacke u.a. verdächtigen Materalien entnommen um Sekundärquellen ausfindig zu machen. Die Verwaltung hat weiter zugesagt, alle alten Leuchtstofflampen (deren Kondensatoren PCB enthalten können), oder zumindest deren Kondensatoren auszutauschen. Begonnen wird in der vorlesungsfreien Zeit (Herbst 2017) in den Hörsälen. 

Eine weitere problematische Sekundärquelle sind die aus Betonplatten bestehenden Aussenwände der Hörsäle im Innenbereich. Diese sind durch das zu ihrer Befestigung dienende innenliegende Bitumen mit PCB belastet. Eine nachhaltige Sanierung dieser Belastungsquelle wird erst im Rahmen der Generalsanierung des Gebäudes möglich sein. Interimsmassnahmen, die die aktuell mit ca. 1,5 Mikrogramm/Kubikmeter vergleichsweise hoch liegende PCB Belastung durch Dauerbelüftung senken können, sind gutachterlich empfohlen und müssen umgesetzt werden. Das genau Vorgehen bezüglich der Betonplatten ist noch zu erarbeiten.

Bei der Diskussion potentieller Gefahren ist zu beachten, dass die Grenzwerte mit Bezug auf einen 24-stündigen Aufenthalt definiert sind. Damit relativiert sich die Gefahrenlage je nach tatsächlicher Nutzungsdauer. Generell sind die gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach erfolgter Schadstoffsanierung, selbstverständlich einzuhalten.